PD-Patient Thomas Seibert setzt sich durch

Bauchfelldialyse und Reisen, Baxter Patienteninformation
Die ganze Familie ist froh über die gut verlaufende PD-Therapie
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Urlaub und Freizeit genießen - mit PD kein Problem mehr

Urlaub mit PD jetzt stressfrei

Das ließ der Nierenpatient Thomas Seibert aus München nicht auf sich sitzen. Er wechselte den Arzt und konnte allen – und besonders sich selbst – beweisen: PD kann jeder!

Bis 2008 war bei Thomas Seibert gesundheitlich eigentlich alles in Ordnung – dann kam eine kurze Zeit, in der er sich überhaupt nicht gut fühlte: „Es kam mir vor wie eine starke Grippe, ich hatte Atemnot und konnte fast gar nicht und wenn, dann nur im Sitzen schlafen.“

Auf Drängen seiner Familie ging er zu seinem Hausarzt, der einen hohen Blutdruck von 240/180 feststellte und ihn direkt zum Lungenfacharzt überwies, um ein Röntgenbild der Lunge machen zu lassen.

„Das Bild war fast weiß“, erinnert er sich – rund 7,5 Liter Wasser hatten sich wegen der durch den unbehandelten Bluthochdruck geschädigten Nieren im Körper und vor allem in der Lunge angesammelt.

Kein Wort über die PD

Es folgte die Einlieferung auf die Intensivstation, wo mit einem Shaldon-Katheter erstmals notfallmäßig dialysiert wurde, bevor man nach einer Woche einen Hämodialyse -Shunt, eine operative Verbindung zwischen einer Arterie und einer Vene im Unterarm anlegte.Ab da musste Thomas Seibert dreimal in der Woche für jeweils 4,5 Stunden an die Hämodialyse(HD), zunächst ein halbes Jahr im Krankhaus, dann in einem Dialysezentrum.

„Von der PD hat mir kein Arzt etwas erzählt, und das, obwohl ich mit der HD wirklich nicht gut zurechtkam.“ Der Versuch, die Dialyse über Nacht zu absolvieren, scheiterte nach kurzer Testphase an der Klinik-Atmosphäre (Dreibettzimmer und damit verbundene Schlafprobleme).

Erst die Pflegekräfte des Dialysezentrums fragten ihn, ob er schon einmal über PD nachgedacht habe.„Da hab ich dann mal meinen Arzt gefragt, ob das nicht eine Alternative für mich wäre. Er schaute mich nur an und sagte, dass ich dafür zu groß und zu schwer sei und insgesamt vom Patiententyp her auch nicht geeignet.“

Die logische Konsequenz: Thomas Seibert wechselte den Arzt. „Ein Bekannter hatte mir das Nierenzentrum am PEP in München empfohlen. Da bin ich dann auch hin, eine Ärztin dort hat mir direkt vorgeschlagen, es doch einmal mit der PD zu versuchen.“ 

Nach einem Treffen mit einem PD-Patienten, der ihm den Beutelwechsel demonstrierte und viel über die PD erzählte, war die Entscheidung gefallen.

„Anfang März 2009 wurde mir dann im Krankenhaus Schwabing der PD-Katheter eingesetzt und nach ein paar Wochen Training und Eingewöhnung dialysiere ich mich jetzt komplett selbständig dreimal am Tag.“Die knappe Stunde Zeitaufwand nimmt er im Vergleich zu den langen HD-Zeiten früher gerne in Kauf und auch körperlich geht es ihm besser.

„Nach der Hämodialyse war ich immer einen ganzen Tag wie kurz vorm Einschlafen, so hat das meinen Kreislauf belastet. Heute geht es mir 70-80% besser als mit der HD. Ich bin absolut flexibel und kann die Dialysezeiten auch mal etwas schieben, wenn es nötig ist.

Dialysestress im Urlaub – das war früher!

Die PD ist für ihn mittlerweile reine Routine geworden und gehört zum Tagesablauf einfach dazu. Besonders die größere Flexibilität und die einfachere Möglichkeit zu reisen tragen zur höheren Lebensqualität bei.

„Wenn ich da an die HD-Zeiten zurückdenke … 2008 hatte ich einen Urlaub am Gardasee mit meiner Frau und den beiden Kindern gebucht und auch schon meinen Platz in einem Dialysezentrum in der Nähe des Urlaubsortes organisiert. Eine Woche vor der Anreise bekam meine Ärztin ein Fax von diesem Dialysezentrum, man könne mich aus internen Gründen nun doch nicht für die zwei Wochen aufnehmen. Wäre ich alleine gewesen, hätte ich den Urlaub wohl abgesagt, aber besonders die Kinder hatten sich schon sehr auf den Urlaub gefreut, das wollte ich ihnen nicht antun.“

„Alle zwei Tage die 400 km nach München zur Dialyse zu fahren war aber auch keine Option. Wir haben dann überall herumtelefoniert und schließlich per Zufall einen Dialyseplatz in 80 km Entfernung von unserem Urlaubsort bekommen. Jeden zweiten Tag also 160 km mit dem Auto über enge Küstenstraßen in der Sommerhitze – für mich wirklich keine Entspannung.“

Die PD sei da schon eine große Erleichterung – allein in Italien war Thomas Seibert vier Mal in den letzten zwei Jahren. Die PD-Beutel werden ihm immer an seinen Urlaubsort geliefert, so dass er dort für die Zeit des Urlaubs gut ausgerüstet ist.

„Heute würde ich mir wünschen, dass ich früher mit der PD angefangen hätte, vielleicht hätte ich dann auch meinen Laden nicht aufgeben müssen und könnte dort noch arbeiten. Umso weniger kann ich verstehen, warum in Deutschland so wenige Patienten über die Bauchfelldialyse aufgeklärt werden und ihnen so eine wichtige Therapieoption vorenthalten wird.“

Patienten Service

Hier können Sie sich die Patientengeschichte von "Thomas Seibert" als PDF herunterladen.