Vor der Dialyse: Große Sorgen um Lebensstil

Geschichte eines Dialysepatienten, Baxter Patienteninformation
Christian, zu Hause

Die Geschichte von Christian

über seine Zeit mit PD (Peritonealdialyse) und sein Leben nach der Nierentransplantation.

Lernen Sie Christian kennen, der immer ein sehr geschäftiges Leben geführt hat. Sein Beruf als Manager in einer großen internationalen Firma lastete ihn stets aus, und seine Leidenschaft für Tennis und Reisen sorgten für einen sehr aktiven Lebensstil.

So war es, obwohl er sich müde und unwohl fühlte, trotzdem ein Schock, als er 1986 erfuhr, dass er eine chronische Nierenerkrankung hat. Zu wissen, dass er noch ein wenig Zeit bis zur Dialyse haben würde, half Christian, sich mental darauf einzustellen, dass er eines Tages ein chronischer Nierenpatient sein würde. Aber wie war es ihm möglich, seinen Beruf und seine Hobbies weiterzuführen, und wie konnte er seine Krankheit mit seinem Leben vereinbaren und vermeiden, dass die Krankheit die Kontrolle über sein Leben übernahm?

Christian fand heraus, dass sich die meisten Nierenpatienten auf die erste Routinebehandlung einlassen, die ihnen vorgeschlagen wird, häufig in Folge einer Notaufnahme ins Krankenhaus, die üblicherweise in einer Hämodialyse im Krankenhaus besteht. Dies bedeutet gewöhnlich die Fahrt ins Krankenhaus oder in ein Dialysezentrum dreimal pro Woche für jeweils vier bis fünf Stunden plus Fahrtzeiten, bis zu dem Zeitpunkt, wenn eine Spenderniere zur Verfügung steht.

Keine Lust auf ein Leben im Dialysezentrum

Aber Christian wollte nicht jede Woche stundenlang in einem Dialysezentrum verbringen, und er wollte sich auch nicht wie ein Patient fühlen oder aussehen. Welche Möglichkeiten hatte er also? Er stellte fest, dass selbst dann, wenn man mit Hämodialyse im Krankenhaus begonnen hat, man auch die Heimdialyse durchführen kann, die den Tagesablauf nur wenig unterbricht. Eine Form der Heimdialyse ist die Peritonealdialyse (PD), bei der frische Dialyselösung über einen Katheter in die Bauchhöhle eingeleitet und mehrmals pro Tag erneuert wird. Die Patienten können die PD entweder kontinuierlich über den ganzen Tag durchführen und die Dialyselösung drei- oder viermal pro Tag wechseln, oder über Nacht mit Hilfe einer kleinen Maschine, die die Lösung automatisch ein- und wieder ausleitet, während der Patient schläft.

Als ihm sein Nephrologe 1996 mitteilte, dass er mit der Dialyse beginnen müsste, war Christian geschockt, war sich aber bereits darüber im Klaren, dass die PD über Nacht für ihn die bestmögliche Lebensqualität bieten würde. Zusammen mit seiner Familie baute er einen speziellen Wandschrank im Schlafzimmer, in dem er jeden Morgen das für die PD benötigte Material außer Sichtweite verstaute.
Christian sagte, dass er sich ab dem ersten Tag mit PD so wohl fühlte, dass er seinen Beruf in Vollzeit fortführen und weiter so viel Tennis spielen konnte, wie es ihm der Beruf – und nicht seine Krankheit – erlaubte; und er packte sogar seine ganze Ausrüstung in einen Koffer, um in den Skiurlaub zu fahren sowie für eine große Reise nach Mexiko. Während der drei Jahre, in denen er die PD durchführte, hatte er keine Infektion, und als dann der Zeitpunkt für die Transplantation kam, war er fit und gesund.

Die Möglichkeit für eine Transplantation eröffnete sich Christian vor 14 Jahren und es geht ihm nach wie vor sehr gut. Natürlich ist er sich bewusst, dass er immer mit seiner Krankheit umgehen und sie bewältigen muss, heute jedoch, indem er regelmäßig Tabletten einnimmt anstatt die Dialyse durchzuführen. Christian arbeitete bis zu seiner Pensionierung. Während seiner gesamten Zeit als Patient hat er hart gearbeitet und auch weiterhin Tennis gespielt.

Patienten Service

Hier können Sie sich die Patientengeschichte von "Christian" als PDF herunterladen.