Habe mir vor der Therapieentscheidung alles vor Ort zeigen lassen

Geschichte eines Dialysepatienten, Baxter Patienteninformation
Marianne S.

Die Peritonealdialyse steigert die Lebensqualität von Nierenpatienten

Marianne S. ist 67, sie hat vier Enkel, viele Hobbys und auf keinen Fall würde sie auf die Aktivitäten mit den Enkeln, das Singen im Chor oder ihre geliebten Tanzabende verzichten. Aber wie soll das gehen, wenn Sie Dialyse machen muss? Schon lange wusste die aktive Dame, dass sie dialysepflichtig werden würde - irgendwann. Ihre Nierenwerte waren schon lange schlecht und sie hielt sich streng an ihre „Nierendiät“, um die kranken Organe nicht noch zusätzlich zu belasten. Den Gedanken an die mögliche Dialyse hatte Marianne dennoch eine ganze Zeitlang verdrängt. Als ihre Ärztin ihr eröffnete, dass ihre Nieren nun so leistungsschwach seien, dass sie in Kürze ohne Dialyse mit sehr schweren gesundheitlichen Schäden rechnen müsse, war ihr klar: Jetzt muss ich mich darum kümmern, wie ich alle meine Aktivitäten beibehalten kann – auch mit der Dialyse.

Sie sprach lange mit ihrer Ärztin, die ihr die modernen Dialysemöglichkeiten erklärte und auch einige Informationsbroschüren mitgab.

Hämodialyse und Peritonealdialyse waren nun die Worte, die ihr ständig durch den Kopf gingen. Die Hämodialyse, die wohl bekannteste Methode der Blutreinigung mit der Maschine, kannte sie schon, aber die Peritonealdialyse war ihr bis dahin völlig unbekannt. Vor dem Gespräch hatte  sie sich schon fast damit abgefunden, dass sie wohl mehrmals die Woche jeweils für mindestens vier Stunden an eine Hämodialyse-Maschine angeschlossen verbringen würde. Die Peritonealdialyse eröffnete ihr da ganz neue Perspektiven. Für diese Form der Dialyse wird in der Nähe des Nabels ein kleiner Schlauch in die Bauchdecke eingesetzt. Dieser dient dem Einfüllen und Ablassen der Dialyseflüssigkeit. Der Beutelaustausch nimmt viermal täglich etwa 30 Minuten in Anspruch und kann überall vorgenommen werden, wo es sauber ist – am besten in einem geschlossenen Raum.

Um eine endgültige Entscheidung treffen zu können, wollte Marianne S. sich beide Dialyseformen
„vor Ort“ anschauen. Sie machte in dem ihr empfohlenen Dialysezentrum einen Termin aus. Dort erklärte ihr ein Pfleger den Ablauf einer Hämodialyse und zeigte Ihr die Apparaturen. Danach führte sie der Pfleger in einen Raum, in dem neben Sitzmöglichkeiten, einer Liege, Ständern mit Aufhängevorrichtungen nur ein paar leere und gefüllte Plastik-Beutel mit Schläuchen und eine Schürze mit einem kleinen Schlauch waren: Der PD-Schulungsraum. Aus einer Schublade entnahm der Pfleger einen kurzen Schlauch, einen Katheter. „So ein Katheter wird in die Bauchdecke eingepflanzt und dort schließen Sie die Beutel an. An dieser Schürze, unserem „Trainingsbauch“, ist genauso ein Katheter angebracht. Damit werden sie dann den Beutelwechsel anfangs üben. Wenn Sie Ihren Katheter haben, wechseln wir gemeinsam die Beutel und spätestens nach zwei Wochen können Sie das ganz selbstständig machen – zuhause, unterwegs – überall, wo es sauber ist. Und alle vier Wochen kommen Sie zur Kontrolle.“ Frau S. nahm den Katheter in die Hand,  die Vorstellung einen Schlauch im Bauch zu haben, war schon merkwürdig. “Stört denn der Schlauch, wenn ich viel tanzen gehe oder behindert er mich beim Singen? Ich bin doch die Altstimme in unserem Chor!“ Da konnte der Pfleger Marianne S. beruhigen. Es sei sogar von Vorteil, wenn ihre Bauchmuskulatur trainiert sei, da der Schlauch dann noch besser einwachse und er schränke auch nicht in der Bewegung ein.

Was PD-Anwender beachten müssen, wie sie ihre Dialyse durchführen müssen, welche Bewegungen zu vermeiden sind und was alles möglich ist mit der Peritonealdialyse - Marianne S. fühlte sich nach ihrem Besuch im Dialysezentrum bestens informiert. Sie schaute sich am Abend gleich das Schulungs-Video an, das der Pfleger ihr mitgegeben hatte und entschied sich dann für die Peritonealdialyse.

Jetzt, nach drei Monaten, weiß Marianne S., dass die PD für Sie genau die richtige Entscheidung war. Sie kann ohne Probleme zu ihren entfernt wohnenden Enkeln fahren, wenn sie die entsprechende Menge Beutel mitnimmt. Und sie kann sich täglich mit den beiden Enkeln beschäftigen, die mit im Haus wohnen. Die 30 Minuten des abendlichen Beutelwechsels hat sie zur regelmäßigen Vorlesezeit erklärt. Dadurch kann sie ihre Familie in die Dialyse mit einbeziehen und die Zeit sinnvoll nutzen. Und was das Singen und Tanzen betrifft, hat Marianne S. genau denselben Spaß, wie sie ihn vor ihrer Dialysepflicht hatte.

Patienten Service

Hier können Sie sich die Patientengeschichte von "Marianne S." als PDF herunterladen.